Jede Methode mit Ziel, Ablauf, Beispielfragen, wörtlichem Trainer-Skript und Ergebnis. Didaktische Umsetzungen von MarketingFox – keine Originalinstrumente.
16 Methoden gefunden
VorherMotivation10 Min. (TN, vor dem Training)
3-Fragen-Transferauftrag
Teilnehmende kommen mit einer konkreten Praxissituation und klarer Erwartung ins Training.
11 Woche vorher: Mail/Teams-Nachricht mit drei Fragen versenden.
2TN beantworten schriftlich (max. 5 Sätze).
3Antworten zu Trainingsbeginn auf Karten übertragen und clustern.
4Im Training immer wieder auf diese Situationen zurückgreifen.
Beispielfragen
– In welcher Situation der nächsten Wochen soll dir dieses Training konkret helfen?
– Was machst du dort heute – und was soll danach anders sein?
– Woran würdest du in 4 Wochen merken, dass es sich gelohnt hat?
«Du hast mir vorab deine Situationen geschickt – danke! Wir arbeiten heute genau damit. Bitte nimm deine Karte und lies deiner Nachbarin den ersten Satz vor.»
TN-Ergebnis: Notierte Praxissituation mit Vorher-Nachher-Beschreibung.
Im TrainingMotivation8 Min.
Warum/Wozu-Nutzenanker
Persönlichen Nutzen sichtbar machen – Grundlage für Transfermotivation.
1Jede Person notiert: «Wozu ist das für MICH nützlich?» (nicht für die Firma).
2Paare befragen sich gegenseitig 3× mit «Und wozu ist das gut?».
3Den tiefsten Nutzen auf eine orange Karte schreiben.
4Karte gut sichtbar an den Arbeitsplatz/ins Notizbuch kleben.
Beispielfragen
– Was gewinnst du persönlich, wenn das klappt?
– Was kostet es dich, wenn alles bleibt wie es ist?
– Und wozu ist das wiederum gut?
«Das Unternehmen hat seine Gründe für dieses Training. Mich interessieren jetzt deine. Fragt euch gegenseitig dreimal ‹Und wozu ist das gut?› – die dritte Antwort ist meist die ehrlichste.»
TN-Ergebnis: Eine Nutzenkarte mit persönlichem Motiv.
TransferSelbstverantwortung6 Min.
Praxis-Versuch 48 h
Die Lücke zwischen Training und erster Anwendung schliessen, bevor der Alltag übernimmt.
1TN definieren eine Mini-Handlung, die innerhalb von 48 h machbar ist.
2Formulierung: «Am [Tag] um [Zeit] bei [Situation] werde ich …».
3Laut in der Runde aussprechen.
4Kalendereintrag sofort im Raum erstellen.
Beispielfragen
– Was ist so klein, dass es sicher klappt?
– Wann genau, mit wem, wo?
– Wer erfährt, ob du es gemacht hast?
«Bitte zück jetzt dein Smartphone und trag den Versuch in deinen Kalender ein – inklusive Erinnerung. Ich warte, bis alle fertig sind.»
TN-Ergebnis: Datierter Kalendereintrag für die erste Anwendung.
TransferRückfallmanagement10 Min.
Wenn-Dann-Plan
Hürden vorwegnehmen und automatisch abrufbare Gegenmassnahmen festlegen.
1Haupthürde aus dem Stolperstein-Radar nehmen.
2Wenn-Teil: konkreter Moment («Wenn der Kunde sofort nach Preis fragt …»).
3Dann-Teil: konkrete, kurze Handlung oder Satz.
4Partner/in prüft: Würde ich den Moment erkennen? Ist das Dann sofort ausführbar?
Beispielfragen
– Woran merkst du, dass der kritische Moment da ist?
– Was tust du genau in diesem Moment?
– Welcher Satz hilft dir dabei?
«Ein guter Wenn-Dann-Plan ist wie ein Notfallknopf: du musst im Stress nicht nachdenken. Mach das Wenn so konkret, dass du es auf einem Video erkennen würdest.»
TN-Ergebnis: 1–2 geprüfte Wenn-Dann-Pläne im Transferplan.
Im TrainingRückfallmanagement12 Min.
Stolperstein-Radar
Transferhindernisse realistisch sichtbar machen – persönlich und im Umfeld.
1Flipchart mit vier Feldern: Ich selbst / Führung / Team / Zeit & Gelegenheit.
2Jede Person klebt 3 Punkte auf erwartete Hürden.
3Top-3-Hürden der Gruppe benennen.
4Kurz besprechen: Was liegt in meinem Einfluss?
Beispielfragen
– Was hat dich früher daran gehindert, Gelerntes umzusetzen?
– Was davon kannst du selbst beeinflussen?
– Wen brauchst du für den Rest?
«Ich möchte nicht, dass du heute motiviert rausgehst und in zwei Wochen enttäuscht bist. Lass uns ehrlich anschauen, was im Weg stehen wird.»
Hilfreiche innere Sätze für Rückschläge vorbereiten.
1Typische abwertende Sätze sammeln (anonym auf Karten).
2Je Karte in Kleingruppe einen realistischen, freundlichen Alternativsatz formulieren.
3Jede Person wählt ihren Satz.
4Satz in den Transferplan übernehmen.
Beispielfragen
– Was sagst du dir, wenn etwas nicht klappt?
– Was würdest du einer Kollegin sagen?
– Welcher Satz ist ehrlich UND hilfreich?
«Es geht nicht um ‹positiv denken›, sondern um fair mit sich reden. ‹Ich kann das nicht› wird zu ‹Ich kann das noch nicht sicher – Versuch drei kommt am Freitag.›»
TN-Ergebnis: Persönlicher Ermutigungssatz.
TransferUmfeld8 Min.
2er-Buddy-Vertrag
Verbindlichkeit durch Lernpartnerschaft über 3 Wochen.
3Mini-Schritt formulieren und in den Alltag einbetten (an bestehende Routine koppeln).
4Nach 7 Tagen um das nächste 1 % erweitern.
Beispielfragen
– Woran koppelst du den Mini-Schritt (Kaffee, Meetingstart, Kundentermin)?
– Was ist das nächste 1 %?
«Grosse Vorsätze scheitern im Alltag. Kleine, an bestehende Routinen gekoppelte Schritte überleben. Was ist dein 1 %?»
TN-Ergebnis: Mini-Schritt mit Routine-Kopplung.
VorherUmfeld10 Min. (vor + nach dem Training)
Führungskraft-Check-in
Führungskraft als Transferbegleitung aktivieren.
1Vorher: 10-Min-Gespräch mit Leitfaden (Ziel, Einsatzsituation, Unterstützung).
2Nachher: innert 7 Tagen Gespräch über erste Erfahrungen.
3Konkrete Übungsgelegenheit vereinbaren.
4Nach 4–6 Wochen kurzer Rückblick.
Beispielfragen
– Wozu besuchst du das Training – was soll danach anders sein?
– Wo kannst du es in den nächsten 2 Wochen anwenden?
– Was brauchst du von mir?
(Für die Führungskraft) «Ich möchte, dass sich dein Training lohnt. Lass uns kurz klären, worauf du achten willst – und wann wir danach darüber sprechen.»
TN-Ergebnis: Vereinbarte Einsatzsituation + Termin für Nachgespräch.
NachherUmfeld60 Min.
60-Min Learning Circle
Lernen und Arbeiten verzahnen: Impuls, Arbeitsexperiment, Reflexion, Adaption.
1Check-in: Was habe ich seit letztem Mal ausprobiert? (10 Min.)